January 5th, 2009 at 2:58 pm
Selten in der Geschichte war eine Prognose für die kommenden 12 Monaten schweriger als Heute. Auch wenn es bisher kaum an irgendeiner Stelle zugegeben wird, die Weltwirtschaft steht vor dem kompletten Kollaps. Was wir bisher mitbekommen haben ist lediglich die Spitze des Eisbergs. Banken und Konzerne haben mit dem Feuer gespielt und verloren, Regierungen versuchen mit Multimilliarden Hilfen das schlimmste zu verhindern, dabei haben sie noch überhaupt keine Ahnung, wie tief die Löcher wirklich sind. Nein, ich weiß es natürlich auch nicht, aber alleine wenn man sich den Börsenhandelsvolumen vor Augen hällt dürfte jedem klar werden, dass die Löcher unendlich tief sind und dass wir am Ende fast alle auf der Verliererliste stehen.
Noch paradoxer ist die Tatsache, das gerade Banken und Konzernen geholfen werden soll, gerade denen, die die Verantwortung für die kommende Misäre tragen müssten. Hilfsprogramme um die wichtigste tragende Säule der Deutschen Real-Wirtschaft zu unterstützen; die kleinen und mittleren Unternehmen fehlen ganz. So wird sich auch in Deutschland der Trend verschäffen, dass Große Unternehmen mit Staatshilfe dafür sorgen werden, dass die kleineren verschwinden.
Der Konsum nimmt weltweit ab, zigtausende Fabriken weltweit machen dicht. Der Einzelhandel in den USA hat auf das rettende Weihnachtsgeschäft gehofft, was aber logischerweise ausgeblieben ist. Die Kreditkartenbetreiber werden einen großteil des aktuellen Kreditvolumens abschreiben müssen. Alles in Allem werden die Auswirkungen dieser Wirtschaftskrise größer als jede bisher bekannte Krise sein.
So oder so ähnlich sieht das worst Case szenario aus, in dem wir nun mit unseren Domains agieren wollen.
Jede Krise ist auch eine Chance
Online Handel
Wenn wir davon ausgehen, dass der Konsum ganz allgemein abnehmen wird, dürfte auch klar sein, das der Einzelhandel am stärksten davon betroffen sein wird. Der Warenumschlag dauert länger, was am Ende eine Strapaze für die Liquidität sein dürfte.
Da kann ein gut gewapneter Onlinehandel sehr gut die Versorgungslücken schließen. So kann 2009 das Jahr der Online Shops werden. Die, die es verstanden haben, werden auch die richtige Domain suchen, damit sie ein möglichst großen Teil des Kuchens abgreifen können. Also gute Zeiten für Shop Domains aller art.
Domains als Wertanlage
Der ganze Aktien Markt sieht gerade noch nie dagewesene Tiefstände, einige unverbesserlichen werden sicher darauf setzen, dass es jetzt nur noch nach oben gehen kann, vielleicht haben sie sogar Recht, zumindest bis die nächste Blase platzt. Andere werden sich nach alternativen Inverstitonsmöglichkeiten für Ihren Anlagen Mix umsehen. Genau da könnten Domains eine wichtige Rolle spielen. Es hat sich schon längst in einigen Kreisen herumgesprochen, dass Spitzen Domains hohe Wertsteigerungsraten aufweisen können und gerade in Krisenzeiten ist sicher auch das eine oder andere Domain Schnäppchen möglich.
Domain Neueinsteiger haben schlechte Karten
Newbies, die mit einer frei registrierten Domain den großen Wurf landen wollen, sollten Ihr Geld lieber im Lottoladen ausgeben. Heute gilt mehr denn je, um Erfolgreich im Domainhandel zu bestehen, muss mach sehr viel Wissen und Gespür mitbringen. Es sollte jedem bewusst werden, die richtigen Top Domains werden möglicherweise würdige Käufer finden, alles andere hat in nächster Zeit nur sehr geringe Verkaufschancen. Wer mit etwas Kapital die richtigen Domains kauft dürfte dabei langfristig um einiges besser abschneiden.
Domain Projektierung ist Trumpf
Auch wenn Google gerade versucht die Karten im Domain Parking neu zu mischen, würde ich nicht damit rechnen, dass die Parking Einnahmen steigen. Wer mit seinem Domain Portfolio nicht nur Kosten produzieren will, hat keine andere Wahl als mindestens einige Domains effektiv zu projektieren. Da somit auch diese Tendenz steigend sein dürfte, wären Domainer gut beraten auch auf andere Einnahmequellen als das altbewährte AdSense zu setzen. Mit dem Boom, den Online Shops erleben dürften, könnte die Beliebtheit von Partner Programmen deutlich steigen.
Ich wünsche uns allen ein erfolgreiches Domain Jahr 2009.
January 3rd, 2009 at 3:52 pm
Das Domainhandels-Jahr 2008 ist soeben zu Ende gegangen, also ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen. Vielfältig waren die Erwartungen, einige wurden übertroffen, einige traten nicht ein. Auf jeden Fall war es aber ein Jahr mit großen Veränderungen für das Domain Business. Gerade im Bereich Unternehmenskäufe und Fusionen innerhalb des Domain Business gab es gleich zu Anfang des Jahres die Übernahme von Domain Registrar Moniker.com durch Oversee.net. Adam Dicker, betreiber des populären englischsprachigen Domainforum dnforum.com übernimmt die Leitung der Abteilung Domainhandel bei GoDaddy. Lycos zieht sich zurück und verkauft United Domains an United Internet, die Muttergesellschaft von SEDO. Dies um nur einige dieser Veränderung zu nennen.
Auch weitere Entwicklungen des Domain Markts haben wir wahrgenommen. Die Domain Parking Einnahmen sinken in noch nie dagewesene Tiefen, Google steigt selbst in das Domain Parking Geschäft ein und macht den herkömmlichen Domain Parking Firmen direkte Konkurrenz. Die ICANN gibt die Richtlinien bekannt, wonach demnächst jeder seine eigene TLD betreiben kann und Domain Registrare arbeiten mit allen möglichen erlaubten, unerlaubten und bedenklichen Tricks, um mehr vom Domain Kuchen abzubekommen.
Alles Vorgänge, die nur möglich sind, weil wir Domainer es vorziehen, weiterhin als Einzelgänger im Domain Geschäft zu bestehen und somit leichte Beute für alle möglichen Machenschaften sind. Sogar Rick Schwartz hat einsehen müssen, dass er diese Truppe nicht zusammenhalten kann und verabschiedet sich von der einst dafür von ihm als Grundungsmitglied mitgestarteten ICA (Internet Commerce Association). Später muss Rick sogar sein eigenes privates Forum schließen als ihm bewußt wurde, dass bestehende Konten für Maulwurf Zugänge missbraucht werden.
Spanische Domains bleiben hinter den Erwartungen zurück
Unerfüllt blieb auch die Erwartung, der Spanischsprachige Domainhandel würde 2008 richtig loslegen. Es gab zwar einige nennenswerte Domain Verkäufe, aber das meiste blieb in Domainerhänden. Die Domain Auktionen bei verschiedenen Snapdiensten boten gute Möglichkeiten, richtig gute Domains für zweistellige Beträge zu erwerben.
Moderne Domainer projektieren
Der Domainhandel hat sich im Jahre 2008 auch immer mehr in Richtung Handel unter Domainern entwickelt. Anhand der rückläufigen Parkingeinnahmen sind immer mehr Domainer dazu übergegangen, ihre Domains zu projektieren und z.T. auch Domains für die Projektierung zu kaufen. Auf der anderen Seite sind die Mittel dafür wegen fehlender Parkingeinnahmen eher begrenzt, was vor allem in den erzielten Preisen, z.B. bei Domain Auktionen deutlich sichtbar wird. Projektierer haben zudem inzwischen bemerkt, dass auch andere TLDs wie com info und net und sogar eher unbeliebte Domain Endungen wie z.B. org zum projektieren sehr gut geeignet sind, da sie von den Suchmaschinen recht gut behandelt werden.
Spitzen Domains erzielen Höchstpreise
Die wenigen verkauften Domains der absoluten Spitzenklasse erzielten auch 2008 wieder Rekordpreise. Domains wie Property.com, Widgets.com oder auch die deutschsprachige Kredit.de konnten zu höchstpreisen verkauft werden. Dies galt aber wirklich nur für absolute Category Killer Domains. Ansonsten haben eine ganze Menge richtig gute Domains zu viel zu niegrigen Preisen den Besitzer gewechselt. Wenn man sich die Ergebnisse der Domain Auktionen bei SEDO oder auch bei TRAFFIC anschaut, wird deutlich, dass 2008 ein Schnäppchen Jahr war.
Wie geht es weiter?
Dazu schreibe ich in den nächsten Tagen einen neuen Beitrag: Domainhandel - Ausblick 2009
December 12th, 2008 at 12:38 am
Wie Google heute bekanntgab, ist das altbekannte Google AdSense Programm auch auf Domains ohne Inhalt erweitert worden. Bereits heute wurden einige AdSense Konten von Amerikanischen Webmastern um diese Möglichkeit erweitert. Die Ausweitung von AdSense für Domains auf andere Länder und Sprachen soll zeitnah folgen, wobei noch keine Terminplanung für diese Ausweitung feststeht.
Domain Parking: Die Karten werden neu gemischt
Dass sich beim Domain Parking gründlich was ändern würde, sah man kommen, auch Domain Smalltalk hat die aktuelle Praxis mehrfach infrage gestellt. Ich muss aber ehrlich zugeben, die jetzt vorgestellte Lösung hielt ich für eher unwahrscheinlich.
Google stellt sich mit dieser Maßnahme in direkte Konkurrenz zu den traditionellen Domain Parking Anbietern, die zumindest zum Teil bisher ihre Großkunden waren. So stellt sich nun die Frage, was aus Sedo, Namedrive und co. überhaupt wird. Werden sie weiterhin Domain Parking anbieten? Werden Domain Parking Anbieter Sonderkonditionen bei Google bekommen, damit sie weiterhin vergleichbare Auszahlungen vornehmen können? Werden die Domain Parking Firmen, die das Google Feed nutzen, jetzt z.B. zu Yahoo wechseln?
Insgesamt gesehen, ein cleverer Schachzug von Google, der aber sicherlich nicht nur Freunde schafft.
Was haben wir Domainer davon?
Als erstes die Erwartung, dass die Klickpreise für die auf unseren Domains geschalteten Anzeigen, höher werden. So könnte die Monetarisierung generischer Domains endlich wieder das Niveau von vor rund zwei Jahren erreichen. Ist aber eventuell nur Wunschdenken.
AdSense for Domain Parking Richtlinien beachten
Google ist bereits bekannt dafür, dass sie bei Unregelmäßigkeiten, wo sie Betug vermuten, sehr schnell eine Domain oder auch gleich das ganze AdSense Konto sperren. Da sollten sich die besonders "Cleveren" erst einmal sehr genau die AdSense für Domain Richtlinien durchlesen. In der Essenz sind die Regeln aber genau so einfach, wie bei jedem Parkinganbieter:
- Der Traffic aus Parking Domains muss aus natürlichen Quellen stammen und nicht in irgendeiner Form herbeigeführt werden.
- Die Keywords müssen Relevant sein.
- Die Domain darf Markenrecht nicht verletzen
- Keine Erotik, nichts illegales usw.
Ich bin gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte.
December 6th, 2008 at 1:14 pm
In der Domain Community gibt es einige Leute, die sich selbstlos für die Community aufopfern. Sie sind immer da und sind immer bereit zu helfen, wo immer es nötig wird. So hat sich Domainers.fm dazu entschlossen, den Domain Community Award einzuführen, und dieser wurde am Donnerstag erstmalig vergeben.
Thomas Engelhardt, ein Urgestein des deutschen Domain Business und unter uns eher als Engel bekannt, hat das Domainers.fm (ehemals dombiz-radio.de) Anfang dieses Jahres ins Leben gerufen. Neben geschmackvoller Musik bekommt man auch immer wieder interessante Liveinterviews mit den bekanntesten Persönlichkeiten aus der Domainerszene zu hören. Inzwischen hat sich dazu eine kleine Stammgruppe gebildet, die beim Domainer Radio regelmäßig zuhört und am parallel laufenden Chat im Domainers Pub teilnimmt.
Domain Community Awards 2008 Ehrungen
Die Domain Community Award 2008 Ehrung wurde am 4. Dezember 2008 in drei Kategorien vergeben:
Herausragende Verdienste an der Community
Ausgezeichnet wurden:
- Quaderno
- Forsaken
- DomainGame
- Pyro
Allesamt erfahrene Domainer und Moderatoren bei Consultdomain.de, die hervorragende Arbeit für das, nicht immer einfache, friedvolle Miteinander leisten. Meinen Glückwunsch an diese sehr würdigen Preisträger.
Bestes Domainer Projekt
- McDot (Für DomainSmalltalk.com)
Ich bedanke mich ganz herzlich für diese Ehrung und sehe es gleichzeitig auch als Ansporn, noch härter daran zu arbeiten. Es ist auch eine Bestätigung, dass auch ein Domain Blog im Domain Business etwas bewegen kann.
Luftpumpe des Jahres
Wie in jeder Community, gibt es auch unter Domainern einige wenige Leute, die eher dafür bekannt sind, sich mit unnötigen, hohlen Phrasen in den Vordergrund stellen zu wollen. Wie Namewise bei Consult Domain treffend sagte, "also nicht als heisse Luft beitragen". Hier gab es wohl ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Schubi und einem weiteren Nominierten, was anscheinend nur knapp zugunsten von Schubi entschieden wurde.
Meinen Glückwunsch an alle Gewinner und natürlich auch an Engel und das Team von Domainers.fm für ein gelungenes Event.
November 16th, 2008 at 10:47 pm
Seit langem in der Planung, seit langem ´kontrovers, seit langem ungewiss. Die Einführung neuer TLDs wird jetzt so reglementiert, dass demnächst fast alles möglich sein wird. Die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) hat nun die Richtlinien für die Vergabe neuer TLDs veröffentlicht. Das Ganze hat zwar immer noch Entwurfscharakter, man kann aber schon erste Schlüsse ziehen.
Einerseits ist das ganze schon eine ziemliche Abzocke. Die Bewerbung für eine neue TLD (Top Level Domain) soll in etwa $180.000 kosten, dabei sind das wohl lediglich Bewerbungskosten, es steht zum Zeitpunkt der Bewerbung gar nicht fest, ob die Domain Endung am Ende auch zugewiesen wird bzw. ob sie jemals erreichbar sein wird. In diesem Preis sind Pauschalen für kosten wie z.B. eine technische Überprüfung oder auch zur Prüfung rechtlicher Ansprüche dritter enthalten.
Andererseits empfinde ich es schon als Erleichterung, dass die Kosten wie auch die weiteren Vorgaben viele Interessenten daran hindern werden unsinnige TLD Projekte zu starten. Wenn man die Kosten für die Erfüllung der technischen Voraussetzungen und die zwingend nötigen Marketingmaßnahmen für die Einführung der neuen Domains berücksichtigt, dürfte am Ende ein Betrag nötig sein, der nur Sinn macht, wenn zusätzlich zu den benötigten Ressourcen auch ein Solides Konzept dahinter steckt.
Ein Rückblick
Wenn man die letzten TLD Einführungen betrachtet ergibt sich ein gemischtes Bild, aber auch ein paar gemeinsame Nenner: diese Domain Endungen braucht kein Mensch. Egal ob Mobi, Asia, Travel, Aero, Me oder wie sie alle heißen, es wurde sehr viel Marketingarbeit reingesteckt, die Vergabestellen haben gut abgezockt, die Registrare machen ein gutes Geschäft, die üblichen Spekulanten hoffen auf eine Wertsteigerung Ihrer Domains, die Newbies verlieren Ihr letztes Hemd und das normale Fußvolk nimmt diese Domain Endungen überhaupt nicht wahr.
Wer wird solche Domain Endungen beantragen?
Schwer zu sagen, aber ich denke, die Bewerber kann man in drei Schubladen stecken:
- Regionale Domains
Städte und Regionen a la .berlin .nyk .bcn .paris usw. (Einige Anträge sind bereits längst entschieden)
- Generische Großbereiche
Da wird sich sicherlich die eine oder andere finanzielle Großmacht für Domain Endungen wie .poker .blog .hotel oder .forum bewerben.
- Firmen & Marken
Die eine oder andere Weltbekannte Firma könnte versuchen seine eigene Domain Endung zu bekommen und sie als Marketing Mittel einzusetzen. So wären sicher Konstellationen wie .ebay .mcdonalds oder .google denkbar. Aber auch hierzulande wäre bespielsweise ein .aldi denkbar. Diese Domains bucht man dann nicht von Zuhause am Computer, sondern direct bei Aldi an der (umgebauten) Domainkasse! Vielleicht sollte jemand schon mal anfangen, solche Domainkassen zu bauen.
Auswirkungen auf den Traditionellen Domainhandel
Ich denke, eher gering. Die altbewährten Domains werden ihren Wert beibehalten. Domain Endungen wie .com oder hierzulande .de haben einen Bekanntheitsgrad, was durch diese neuen Domain Endungen vorläufig nicht in Gefahr sein dürfte. Lediglich die sehr hochpreisigen Domains könnten hier konkurrenz bekommen. Eine Firma, die eine 7 Stellige Summe für eine Domain ausgeben soll, könnte schon eine eigene TLD als Alternative in Erwägung ziehen. Ob derjenige sich damit einen Gefallen tun würde ist eine ganz andere Frage. Jedenfalls werden die Köpfe der Branding Strategen sicher Rauchsignale vorab schicken.
Domain Endung und Suchmaschinen
Es bleibt außerdem noch abzuwarten, wie die Suchmaschinen auf die neuen TLDs reagieren werden. Bisher war die Endung einer Domain nicht unbedingt so relevant als Begriff selbst. Suchmaschinentechnisch war die Domain Endung bisher höchstens als Rangfolge, z.T. Regional unterschiedlich, relevant. Da werden Google & co. umdenken müssen.
Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich der Domainmarkt nach der Einführung der neuen Domain Endungen entwickeln wird.
November 16th, 2008 at 1:02 am
Laut heutigen Pressemeldungen hat der Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann (Die Linke) mit einer einstweiligen Verfügung die Abschaltung der Domain Wikipedia.de erwirkt. Das Landesgericht Lübeck gab diese einstweilige Verfügung am 13. November 2008 statt, in der es Wikimedia Deutschland untersagt die Domain Wikipedia.de auf die Hauptadresse der weltweit größten interaktiven online Enzyklopädie wikipedia.org weiterzuleiten. Somit sieht der Inhalt von wikipedia.de seit gestern vormittag so aus Wikipedia.de (sicherheitshalber hier als PDF verewigt: Wikipedia.de). Diese einstweilige Verfügung gilt, solange bestimmte Inhalte bezüglich der Vergangenheit von Lutz Heilmann (Die Linke) auf de.wikipedia.org nicht entfernt werden. Daraufhin musste Wikimedia Deutschland die Domain Wikipedia.de vorläufig einstellen. Wikimedia Deutschland, der das Wikipedia Werk als gemeinnützigen Verein zur Förderung freien Wissens bezeichnet, wird gegen diese Entscheidung Widerspruch einlegen.
Fraglich sind hier auch Sinn und Auswirkung dieser Maßnahme. Man muss bedenken, die Inhalte selbst befinden sich auf der Domain (Subdomain) de.wikipedia.org, worauf das Deutsche Recht keinen Zugriff hat. Die Domain Wikipedia.de ist lediglich eine Weiterleitung. Da die meisten Leute Informationen über gängige Suchmaschinen abfragen und diese auf der Domain de.wikipedia.org zu finden sind, dürfte die Wirkung dieser Sperrung, technisch gesehen, sehr gering sein. Medial hingegen, wird dieser Vorfall eine Lawine nach sich ziehen.
Lutz Heilmann (wenn man davon ausgehen kann, dass die Pflichtangaben auch stimmen) betreibt auch eine Website unter der Domain lutz-heilmann.info, die aber seit wenigen Minuten nicht mehr erreichbar ist. Ob der Server wegen Besucheransturm in die Knie geht oder ob sie absichtlich vom Netz genommen wurde kann ich im Moment noch nicht sagen.
Besonders Interessant ist auch der Inhalt einer Domain, die vor wenigen Stunden online gegangen ist: lutzheilmann.info (Genau wie die eigene, nur hier ohne Bindestrich). Sie ist so aufgebaut, als wäre sie ein Lebenslauf von Lutz Heilmann und gibt vor, er wäre der erste ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, der in den Bundestag eingezogen ist. Darunter wird aber aufgeklärt, das die Domain Herrn Heilmann überschrieben wird, sobald er sich für die Wikipedia Entgleisung entschuldigt hat. Da ich nicht so genau weiß, ob und wie lange diese Domain online bleiben wird, hier ein PDF Screenshot: lutzheimann.info. Man achte auch auf die Whois Angaben.
So ganz verstehe ich das deutsche Recht nicht mehr. Gerade in Bezug auf Online Recht sind wir extrem eingeschränkt. Wenn ich nur an den Missbrauch bei Abmahnungen denke, oder einige Entscheidungen betreffend Markenrecht, oder jetzt so ein Fall wie er hier vorliegt. Warum soll überhaupt jemand das Recht haben, ein Werk wie Wikipedia auszuschalten? Könnte Lutz Heilmann jetzt gehen und Google.de abschalten lassen? Immerhin kann man solche Informationen auch über Google finden.
November 3rd, 2008 at 11:45 pm
Es ist höchste Zeit, dass der seriöse Domainhandel sich zusammenfindet und eine seriöse Alternative zu unserem derzeitigen Branchenprimus mit aufbaut. SEDO ist inzwischen ein Tummelplatz für unseriöse, gar betrügerische Gestalten geworden. Alleine zwei Erfahrungen, die ich selbst in diesem Jahr erleben musste, sprechen sicherlich für viele andere ähnlich gelagerte Fälle:
Domainverkauf
Im Mai 2008 bekam ich ein Gebot für eine meiner hochpreisigen Domains (Preis hoch fünfstellig). Noch vor der Zustimmung zum Verkauf habe ich mit SEDO Rücksprache gehalten. Ich wollte ganz sicher gehen, dass es sich nicht um einen Spaßbieter handelt. Nach kurzer Recherche teilte mir der SEDO Mitarbeiter mit, dass dieser Käufer bereits mehrere Domains gekauft hat, sogar in dieser Preislage und auch darüber. Nun konnte ich guten Gewissens davon ausgehen, dass alles korrekt ist und dass die Abwicklung nun ganz normal über die Bühne gehen würde. Danach habe ich ein Paar Wochen nichts mehr gehört. Auf meine Rückfrage kam dann die Antwort, der Käufer warte auf eine Finanzierungzusage von DomainCapital.com. Da SEDO diesen Vorgang bei Domain Capital unterstütze, soll ich davon ausgehen, dass es klappen wird, ich soll lediglich etwas Geduld haben.
Noch ein Paar Wochen später, am 4 Juli, bekomme ich ganz lapidar eine Meldung von SEDO, der Käufer habe bisher nicht bezahlt, also müssen sie den Transfer abbrechen. Nochmal Rückfrage bei SEDO, was das soll, da meinte mein Ansprechpartner, die Bemühungen laufen weiter und sobald der Kunde zahlt, kann die Abwicklung wieder aufgenommen werden. Was soll ich sagen, bisher habe ich weder eine Meldung bekommen, geschweige denn das Geld für einen juristisch zu Stande gekommenen Domain Kaufvertrag. Nun überlegen wir rechtliche Schritte dazu und werden voraussichtlich in den nächsten Tagen auch an die Öffentlichkeit gehen und zwar mit allen Details.
Domainkauf
Hier spielt sich das Ganze noch dreister ab. Domainkauf zum Sofortkauf Preis am 28. Oktober 2008 abgeschlossen und auch die Zahlung wenige Minuten später über PayPal erledigt. Nun warte ich normalerweise lediglich auf den für den Domain Transfer erforderlichen Authorisations Code (es ist eine .com Domain). Denkste, am nächten Tag steht die Domain wieder zum Verkauf, mit "Preisvorstellung des Anbieters" um ein vielfaches höher, als das, wofür ich die Domain bereits rechtsgültig gekauft habe. Am 30. Oktober kommt dann eine E-Mail von SEDO, in der mir mitgeteilt wird, dass es sich hier um eine "Fehlkonfiguration" handelt. Bullshit, hier hat es sich der Käufer offensichtlich anders überlegt und SEDO hat nichts besseres zu tun, als dies einfach ohne Konsequenzen hinzunehmen. Auf meinen Protest hin wurde nun zumindest das erneute Verkaufsangebot für diese Domain entfernt, aber ansonsten sehe ich weder Bemühungen noch Konsequenzen seitens SEDO, um diese Situation zu regeln. Übrigens, laut meinen Recherchen besitzt der Verkäufer mehr als 30.000 Domains und hat die meisten davon bei SEDO geparkt und auch zum Verkauf. Auch diesen Vorgang werden wir demnächst veröffentlichen.
Auch wenn mir hier die Vermittlerrolle von SEDO völlig klar ist, ist es für mich nicht akzeptabel, dass Leute, die erwiesenermaßen Verträge nicht einhalten, keinerlei Konzequenzen bei SEDO zu befürchten haben. Es ist SEDO wohl lieber, dass Betrüger (die wohl anderweitig doch Geld einspielen) weiter ihr Unwesen treiben. Die Tatsache, dass sie damit das Domain Business durch den Dreck ziehen, nehmen sie billigend in Kauf.
English Version: Domain contracts at SEDO worth nothing
November 3rd, 2008 at 11:27 pm
It’s about time, that the real serious Domain Business gets together and pushes a good alternative to our current market leader. SEDO has turned into a bazaar for unserious buyers and sellers that are harming our Domain Business. Alone these two experiences I have had this year probably talk for many other similar domain deals.
A Domain Sale
In May this year, I received an offer for one of my better domains (high 5 figure). Before agreeing to the sale I contacted SEDO to make sure it was not one of these fun bidders you get every now and again. They assured me that the buyer was serious and had already bought domains in my price range and higher. So now I could feel safe, knowing that the deal is correct and the transaction can be settled within a few days. Well, after that I heard nothing for the next two weeks. After asking SEDO what’s going on, they answer that the buyer is waitig for the funds to be aprooved at DomainCapital.com. SEDO is also supporting the the application at Domain Capital, so I should not worry, I should just have a little patience.
Another two weeks later, on July 4th, I get a simple notice from SEDO, the customer has not paid yet, so the transfer has been canceled. After asking again what is going on, my SEDO contact informs me, that the fund application is still being reviewed and the transfer can be reinitiated as soon as the customer pays. What should I say? Until today I have received no further notice, let alone payment for this clear legally valid Domain sales contract. Now we are considering legal action in this issue and will be going public with all details in the next few days.
A Domain Purchase
Here the whole thing gets even worse. domain purchase at "buy it now" price on October 28th, payment sent via Paypal minutes after the purchase. So now I’m normally just waiting for the Authorisation Code to be able to initiate the transferof the domain (a .com domain). Instead, I see the domain for sale again the next day, with a "Seller’s price expectation" a multiple of what I had already bought it for. One day later, October 30th, I get an email from SEDO saying this a mistake due to a "misconfiguration" of the sale offer. Bullshit, here the seller just changed his mind and SEDO has nothing better to do, than to just accept this fact without considering any consequences. After my protest at least they removed the new sale offer, but other than that I see no kind effort or consequent action to get this matter settled. By the way, according to my research the seller owns about 35.000 domains and has them parked and for sale at SEDO. All details to this issue will also go public in the next few days.
Even though I pretty well understand SEDO’s domain broker role, it is in my eyes unacceptable that people that just don’t want to stand to their own legal contracts, do not even need to fear beeing excluded from the SEDO domain platform. SEDO seems to prefer to keep this kind of crooks (that probably earn SEDO money otherwise) on their platform and allow them to carry on scaming other people. The fact, that they are just ruining the Domain Business with this attitude seems to be part of the business.
German version: Domainverträge sind bei SEDO nichts Wert
October 30th, 2008 at 6:52 pm
Oft genug wird unter Domainern von Projektieren gesprochen, oft genug heißt es bei Domain Bewertungen "Ohne Projekt ist die Domain nichts Wert", oft genug werden tatsächlich auch Domains Projektiert, die überhaupt kein Potential haben. Vielleicht können wir hier ein Bisschen Aufklärung bieten, für welche Domains sich überhaupt eine Projektierung lohnt.
Grundsätzlich kann man natürlich jede Domain projektieren. Mit entsprechendem Aufwand und Werbeetat kann man sogar nicht generische Domains erfolgreich projektieren, nur darum geht es hier nicht. Als Domainer wollen wir hauptsächlich die stärke unserer Keyword Domains für uns arbeiten lassen. Wir haben alle bemerkt, dass sogar relativ starke Domains im Domain Parking kaum mehr etwas bringen, also kommen wir als moderne Domainer um eine Projektierung nicht herum. Übrigens, entgegen anderslautetender Meinungen würde ich eher die Domains projektieren, die im Parking trotz starkem Keyword keinen Traffic haben und nicht die, die bereits Parkingeinnahmen erzeugen. Eine Domain, die sich heutzutage beim Parking trägt kostet mich nichts, also will ich welche projektieren, die sich anders niemals selbst tragen würden.
Nun sollten wir aber unser Domain Portfolio etwas genauer untersuchen. Als erstes konvertieren wir unsere Domain Liste in eine reine Keywordliste, sprich ohne Punkt und Endung.
Tipp
Dies lässt sich wunderbar in Excell machen. Dafür füllen wir die Spalte "A" mit unserer Domainliste. in der ersten Zelle der Spallte "B" tragen wir folgende Formel ein:
=TEIL($A1;1;FINDEN(".";$A1)-1)
So erscheint nun in der Zelle B1 das Keyword der Domain aus der Zelle A1. Wenn wir nun diese Zelle markieren, können wir den Inhalt der Formel bis zum Ende der Liste ziehen und somit eine Komplette Keywordliste erstellen.
Nun, wenn wir lauter saubere Einwort Keyword Domains haben, wäre die Liste fertig. Leider dürfte dies aber bei den wenigsten Domainern der Fall sein, somit muss diese Domainliste voraussichtlich auch weiter verarbeitet werden. Alle Einwort Domains und Kombis, die normalerweise zusammengeschrieben werden können so bleiben, wie sie sind. Alle anderen müssen manuell bearbeitet werden, beispielsweise Leerzeichen anstatt Bindestrich oder Lehrzeichen um Wörter zu trennen, eventuell auch künstliche Sufixe wie 24 oder ähnliches entfernen und so weiter. Für den späteren Einsatz dieser Liste werden wir auch eine Version im Format [Keyword] (mit eckigen Klammern) brauchen. Auch dies können wir in der Excel Tabelle erledigen:
Tipp
In der ersten Zelle der Spalte "C" folgende Formel eingeben:
="["&$B1&"]"
Diese Formel wird dann ebenfalls bis unten gezogen, damit alle Domains verarbeitet werden.
Jetzt gehen wir zum Google Traffic Estimator und fügen unsere Liste (die Spalte "C" in Eckigen Klammern) im Feld Keywords ein. Als Währung wählen wir Euro aus, Tagesbudget lassen wir leer, bei Sprache lassen wir Deutsch stehen (sofern unsere Domains auf den Deutschsprachigen Markt gerichtet sind) und Bei Länder wählen wir Deutschland aus (ebenfalls sofern unsere Domains auf den Deutschen Markt ausgerichtet sind). Dann auf Absenden klicken.
Wir bekommen jetzt eine Liste, bei der wir für jedes Keyword weitere Angaben ablesen können. Als erstes wäre es sinnvoll ganz Rechts auf den Titel Schätzwerte für die Kosten pro Tag zu klicken, so werden die Domains vorerst so sortiert, dass die mit dem höchsten Wert für eine Adsense Kampagne ganz oben stehen und genau diese Domains, die da hohe Werte aufweisen, wollen wir näher untersuchen. Domains, die Dort mit 1 € oder "Daten nicht ausreichend" stehen, sind Domains, die für eine Projektierung eher ungeeignet sind. Diese Domains sollten wir vielleicht im Anschuß trotzdem durchgehen und genau überlegen, warum sie überhaupt registriert wurden. Vom generischen Keyword her sind sie jedenfalls für diesen Zweck wertlos.
Alle Domains, die in der Spalte ganz rechts 3 € und mehr Anzeigen (idealerweise ab 5 €), sind Domains, die wir für eine Projektierung in Betracht ziehen können. Nun müssen wir weiter Recherchieren, welche Domains den gewünschten Erfolg bringen können.
Ab hier werden sicher auch die Ansprüche stark variieren, der eine will sehr viel Arbeit reinstecken und entsprechend viel damit verdienen, der andere wird eher versuchen mit einfachsten Mitteln einen kleinen Monatlichen Betrag mit der Domain zu erwirtschaften. Beide Extreme haben aber eines gemeinsam, sie setzen auf Besucher uber Suchmaschinen und genau dafür müssen wir jetzt die Konkurrenz analysieren und abschätzen, was realistische Ziele sind.
Dafür sammeln wir Infos wie z.B. das Suchvolumen für jeden der infrage kommenden Begriffe. Google bietet dafür den Keyword Tool External. Einfach die Liste mit den infrage kommenden Keywords eingeben und absenden. Wichtig dabei ist noch das Ausschalten der Option Synonyme verwenden und bei erscheinen der Liste den Übereinstimmungstyp auf exakt zu stellen. Hier bekommt man nun die Angabe des monatlichen Suchvolumens und auch eine Idee der Mitbewerberdichte. Als weiterer sinvoller Check dient die Google Suche selbst. Begriff eingeben und einfach die ersten 20 Ergebnisse etwas genauer unter die Lupe nehmen.
Aus der ganzen gesammelten Information muss man nun die eigenen Schlüsse ziehen. Dabei gilt als Faustregel: Hohes Tagesbudget, Hohe Mitbewerberdichte, Großes Suchvolumen und Viele starke namenhafte Firmenseiten in den Top 20 bedeutet einen sehr hohen Aufwand, aber auch viel Potential. Niedriges Tagesbudget, niedrige Mitbewerberdichte, geringes Suchvolumen und kaum starke Seiten in den Top 20 bedeutet hingegen relativ leichtes Spiel. Da muss man nun abschätzen, was mit wieviel Aufwand möglich ist. Was nützt uns die tollste Keyword Domain, wenn wir keine Chance haben in die Top 20 zu kommen und was nützt uns eine schwache Keyword Domain, wenn wir auf Platz Eins landen und trotzdem keine Besucher bekommen. Irgendwo dazwischen liegt die ideale Strategie.
Für Leute, die sich neu ans Projektieren wagen, ist es eher empfehlenswert einige kleinere Projekte anzulegen. Davon kann man Anfangs gut lernen und Erfahrung sammeln und außerdem auch Linkgeber für weitere Projekte "züchten", denn ohne Links kommt keine Domain so richtig nach oben.
October 25th, 2008 at 7:14 pm
An vielen Stellen bricht der Kapitalmarkt zusammen, zu hoch wurde in den letzten Jahren, vor allem in den USA mit überbewerteten Immobilien gepokert. Jetzt wird alles wieder zurecht gerückt und die Löcher sind unendlich tief, dabei wurden viele noch nicht einmal entdeckt. Einige Marktkenner meinen, da werde noch einiges folgen und die Konsequenzen werden eine ungeahnte Reichweite haben.
So eine Krise kann nur dann entstehen, wenn die gehandelte Wertsache eigentlich nichts Wert ist. Nehmen wir den Aktienmarkt: Eine Aktie mit einem "echten" Wert von 5 € wird für Hunderte von Euros gehandelt und zwar nur deshalb, weil die Meinung einiger "Experten" befolgt wird. Finden sich nun viele Leute, die Kaufen wollen, wird diese heiße Luft einfach Teurer verkauft. Wollen die Leute eher verkaufen, sind die Aktien einfach nichts mehr wert, weil sie keiner kaufen will. Letzten Endes ist es mit Immobilien auch nicht viel anderes. Recht gefährlich wenn man bedenkt, dass einfache Stimmungen und Gerüchte etliche Millarden Gewinne oder auch Verluste verursachen können. Da ist man eventuell am Roulett Tisch besser aufgehoben, da kennt man zumindest die Mathematischen Chancen für jeden Einsatz.
Nun wollen wir hier nicht das Thema Finanzkrise unbedingt polemisieren, das tun schon ganz andere, aber wir können uns überlegen, was das ganze für Auswirkungen auf den Domainhandel und das Domain Business überhaupt haben könnte.
Sind Domains die bessere Wertanlage
Ganz sicher sogar! In der Realwirtschaft gibt es einfach nicht so viel Heiße Luft sondern eher klare Werte. Kann man sich eine Domain besonders gut merken, hat sie einen Wert. Hat der exakte Begriff einer Domain Suchvolumen, hat sie einen Wert. Ist eine Domain ein sogenannter Category Killer also die best mögliche Domain für die beworbene Produktgruppe, hat sie sogar einen recht hohen Wert. Dieser Wert ist dann aber auch nachvollziehbar, da der Besitzer der Domain damit ganz klar aufgrund der richtigen Domain auch Geld verdient. Handelt es sich um eine wirtschaftlich starke Produktgruppe, ist die Domain entsprechend mehr wert, weil der Betreiber auch entsprechend mehr Geld damit verdienen kann. Hinzu kommen Faktoren wie Prestige und Liebhaberei, die wir aber hier außen vor lassen.
Nur leider gehört die Domain für viele Leute auch in die Kategorie heiße Luft, aber nur deshalb, weil sie sich überhaupt nicht so richtig in der Materie auskennen. Sie können sich überhaupt nicht vorstellen warum eine Domain Poker.de mehr wert als eine meine-schöne-pokerseite.de sein sollte.
Es gibt bereits einige Domain Investment Firmen, die sich auf hochwertige generische Domains spezialisiert haben. Eine krisensichere Investition, wie ich meine.
Zum Abschluß ein Zitat von Bill Gates:
Domains have and will continue to go up in value faster than any other commodity ever known to man
Zu Deutsch:
Domains haben einen höheren Wert und werden mehr im Wert steigen, als jeder
andere Wertgegenstand, den der Mensch je kannte.
October 18th, 2008 at 3:09 pm
Wie ich soeben im Domainforum bekannt gegeben habe, ist der Startschuss für den Domainhandel im Domainforum gefallen. Domainhandel war im Domainforum bisher lediglich in bestimmten geschlossenen Bereichen erlaubt, eine Einschränkung die damals von Gründer Daniel Kollinger eigentlich zum Schutz des Domain Business eingeführt wurde. Inzwischen ist es aber eher so, dass sehr viele Domains auch bei offenen Domainbörsen unter Domainern den Besitzer wechseln. Vor allem weil viele Domainer inzwischen selbst Keyword Domains projektieren, können heute auch unter Domainern recht ansehenliche Preise erzielt werden, was natürlich nur für Domains einer gewissen Qualität gilt.
So ist jetzt im Domainforum eine Plattform entstanden, die auch in Zukunft stark ausgebaut werden soll. In verschiedenen Kategorien können Domainforum Business Mitglieder ihre Domains wirksam zur schau stellen und verkaufen. Erstmalig werden solche Domain Angebote auch von der Öffentlichkeit eingesehen werden können und sind auch für die Aufnahme in den Suchmaschinen freigegeben, was auch weitere potentielle Endkunden für viele Domains anziehen könnte und sollte.
Im Unterschied zu anderen Domainforen und den meisten Domainbörsen, ist der Beitritt, um Domains in diesem Bereich posten zu können, kostenpflichtig. Auch wenn die Gebühr recht niedrig festgelegt wurde, gehen wir von einer halbwegs brauchbaren Filterwirkung aus. Jedenfalls ist zu erwarten, dass nur seriöse Domainhändler mit "verkaufbaren" Domains bereit sein werden, für diesen Dienst zu bezahlen.
Weitere Informationen unter: Domainhandel im Domainforum
October 14th, 2008 at 8:40 pm
auch auf die Gefahr hin, dass Domain Smalltalk etwas Rick Schwartz lastig wird, muss ich wieder auf einige Punkte in Bezug auf das neuerliche Interview eingehen, wie auch auf den neuesten Beitrag in seinem Blog.
Was meint Rick mit Natural Branding?
Eigentlich wissen wir es alle schon längst, nur haben wir uns noch nie so gut ausgedrückt wie Rick es tut, noch handeln wir konsequent danach, noch haben wir die schönen Domain Verkäufe, die wir als Beispiel und Beweis dafür nehmen könnten.
Das Ganze lässt sich sehr leicht aus dem Beispiel iReport.com darstellen. Zweifelsohne eine schöne Domain, aber welcher Domainhändler hätte sie auf mehr als niedrig fünfstellig eingeschätzt? Wahrscheinlich kein Mensch. Aber was ist, wenn ein Käufer genau der Richtige für diese Domain ist? Was ist wenn diese und nur diese Domain exakt passend ist und die Basis für etwas wirklich großes? So geschehen mit iReport.com. Da kommt ein Gigant wie CNN an und will ein User erstelltes Nachrichtenportal ins leben rufen, also I Report. Gibt es eine bessere Domain dafür? Nein. Weiß das der Käufer? Ja. Das ganze, in "natürliche Weise gebrandet" (eben Natural Branding), wird für CNN, bzw. ist bereits, eine einzigartige Plattform unter genau der richtigen Domain.
Was lernen wir daraus?
Eine Klugscheißer Weisheit sagt: "Eine Domain ist soviel Wert, wie ein Kunde bereit ist dafür auszugeben". Es gibt nichts zutreffenderes. Ein generischer Begriff absolut passend vom richtigen Käufer gebrandet hat einen Wert, der kaum in einer logischen Bewertung der Domain anhand üblicher Bewertungsfaktoren wiedergegeben werden kann. Natural Branding ist ein neuer Begriff im Domain Business, der sicherlich an Bedeutung gewinnen wird.
Die Moral der Geschichte
Die meisten Domainer wollen nur eines: Schnell ein 60 € Gebot anonym bei Sedo bekommen und gleich in die Auktion. Eine Grundregel des Vertiebs ist es aber, sich in die Lage des Interessenten zu versetzen. Im Domainhandel vergessen wir sowas sehr schnell, aber wenn wir mehr über den potentiellen Käufer einer Domain wissen, können wir die Domain aus seinen Augen betrachten. Dann haben wir auch gleich die Argumente, einen angemessenen Preis auszuhandeln. Letzten Endes ist der beste Deal der, bei dem beide Parteien glücklich sind.