November 16th, 2008 at 10:47 pm
Seit langem in der Planung, seit langem ´kontrovers, seit langem ungewiss. Die Einführung neuer TLDs wird jetzt so reglementiert, dass demnächst fast alles möglich sein wird. Die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) hat nun die Richtlinien für die Vergabe neuer TLDs veröffentlicht. Das Ganze hat zwar immer noch Entwurfscharakter, man kann aber schon erste Schlüsse ziehen.
Einerseits ist das ganze schon eine ziemliche Abzocke. Die Bewerbung für eine neue TLD (Top Level Domain) soll in etwa $180.000 kosten, dabei sind das wohl lediglich Bewerbungskosten, es steht zum Zeitpunkt der Bewerbung gar nicht fest, ob die Domain Endung am Ende auch zugewiesen wird bzw. ob sie jemals erreichbar sein wird. In diesem Preis sind Pauschalen für kosten wie z.B. eine technische Überprüfung oder auch zur Prüfung rechtlicher Ansprüche dritter enthalten.
Andererseits empfinde ich es schon als Erleichterung, dass die Kosten wie auch die weiteren Vorgaben viele Interessenten daran hindern werden unsinnige TLD Projekte zu starten. Wenn man die Kosten für die Erfüllung der technischen Voraussetzungen und die zwingend nötigen Marketingmaßnahmen für die Einführung der neuen Domains berücksichtigt, dürfte am Ende ein Betrag nötig sein, der nur Sinn macht, wenn zusätzlich zu den benötigten Ressourcen auch ein Solides Konzept dahinter steckt.
Ein Rückblick
Wenn man die letzten TLD Einführungen betrachtet ergibt sich ein gemischtes Bild, aber auch ein paar gemeinsame Nenner: diese Domain Endungen braucht kein Mensch. Egal ob Mobi, Asia, Travel, Aero, Me oder wie sie alle heißen, es wurde sehr viel Marketingarbeit reingesteckt, die Vergabestellen haben gut abgezockt, die Registrare machen ein gutes Geschäft, die üblichen Spekulanten hoffen auf eine Wertsteigerung Ihrer Domains, die Newbies verlieren Ihr letztes Hemd und das normale Fußvolk nimmt diese Domain Endungen überhaupt nicht wahr.
Wer wird solche Domain Endungen beantragen?
Schwer zu sagen, aber ich denke, die Bewerber kann man in drei Schubladen stecken:
- Regionale Domains
Städte und Regionen a la .berlin .nyk .bcn .paris usw. (Einige Anträge sind bereits längst entschieden)
- Generische Großbereiche
Da wird sich sicherlich die eine oder andere finanzielle Großmacht für Domain Endungen wie .poker .blog .hotel oder .forum bewerben.
- Firmen & Marken
Die eine oder andere Weltbekannte Firma könnte versuchen seine eigene Domain Endung zu bekommen und sie als Marketing Mittel einzusetzen. So wären sicher Konstellationen wie .ebay .mcdonalds oder .google denkbar. Aber auch hierzulande wäre bespielsweise ein .aldi denkbar. Diese Domains bucht man dann nicht von Zuhause am Computer, sondern direct bei Aldi an der (umgebauten) Domainkasse! Vielleicht sollte jemand schon mal anfangen, solche Domainkassen zu bauen.
Auswirkungen auf den Traditionellen Domainhandel
Ich denke, eher gering. Die altbewährten Domains werden ihren Wert beibehalten. Domain Endungen wie .com oder hierzulande .de haben einen Bekanntheitsgrad, was durch diese neuen Domain Endungen vorläufig nicht in Gefahr sein dürfte. Lediglich die sehr hochpreisigen Domains könnten hier konkurrenz bekommen. Eine Firma, die eine 7 Stellige Summe für eine Domain ausgeben soll, könnte schon eine eigene TLD als Alternative in Erwägung ziehen. Ob derjenige sich damit einen Gefallen tun würde ist eine ganz andere Frage. Jedenfalls werden die Köpfe der Branding Strategen sicher Rauchsignale vorab schicken.
Domain Endung und Suchmaschinen
Es bleibt außerdem noch abzuwarten, wie die Suchmaschinen auf die neuen TLDs reagieren werden. Bisher war die Endung einer Domain nicht unbedingt so relevant als Begriff selbst. Suchmaschinentechnisch war die Domain Endung bisher höchstens als Rangfolge, z.T. Regional unterschiedlich, relevant. Da werden Google & co. umdenken müssen.
Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich der Domainmarkt nach der Einführung der neuen Domain Endungen entwickeln wird.
November 16th, 2008 at 1:02 am
Laut heutigen Pressemeldungen hat der Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann (Die Linke) mit einer einstweiligen Verfügung die Abschaltung der Domain Wikipedia.de erwirkt. Das Landesgericht Lübeck gab diese einstweilige Verfügung am 13. November 2008 statt, in der es Wikimedia Deutschland untersagt die Domain Wikipedia.de auf die Hauptadresse der weltweit größten interaktiven online Enzyklopädie wikipedia.org weiterzuleiten. Somit sieht der Inhalt von wikipedia.de seit gestern vormittag so aus Wikipedia.de (sicherheitshalber hier als PDF verewigt: Wikipedia.de). Diese einstweilige Verfügung gilt, solange bestimmte Inhalte bezüglich der Vergangenheit von Lutz Heilmann (Die Linke) auf de.wikipedia.org nicht entfernt werden. Daraufhin musste Wikimedia Deutschland die Domain Wikipedia.de vorläufig einstellen. Wikimedia Deutschland, der das Wikipedia Werk als gemeinnützigen Verein zur Förderung freien Wissens bezeichnet, wird gegen diese Entscheidung Widerspruch einlegen.
Fraglich sind hier auch Sinn und Auswirkung dieser Maßnahme. Man muss bedenken, die Inhalte selbst befinden sich auf der Domain (Subdomain) de.wikipedia.org, worauf das Deutsche Recht keinen Zugriff hat. Die Domain Wikipedia.de ist lediglich eine Weiterleitung. Da die meisten Leute Informationen über gängige Suchmaschinen abfragen und diese auf der Domain de.wikipedia.org zu finden sind, dürfte die Wirkung dieser Sperrung, technisch gesehen, sehr gering sein. Medial hingegen, wird dieser Vorfall eine Lawine nach sich ziehen.
Lutz Heilmann (wenn man davon ausgehen kann, dass die Pflichtangaben auch stimmen) betreibt auch eine Website unter der Domain lutz-heilmann.info, die aber seit wenigen Minuten nicht mehr erreichbar ist. Ob der Server wegen Besucheransturm in die Knie geht oder ob sie absichtlich vom Netz genommen wurde kann ich im Moment noch nicht sagen.
Besonders Interessant ist auch der Inhalt einer Domain, die vor wenigen Stunden online gegangen ist: lutzheilmann.info (Genau wie die eigene, nur hier ohne Bindestrich). Sie ist so aufgebaut, als wäre sie ein Lebenslauf von Lutz Heilmann und gibt vor, er wäre der erste ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, der in den Bundestag eingezogen ist. Darunter wird aber aufgeklärt, das die Domain Herrn Heilmann überschrieben wird, sobald er sich für die Wikipedia Entgleisung entschuldigt hat. Da ich nicht so genau weiß, ob und wie lange diese Domain online bleiben wird, hier ein PDF Screenshot: lutzheimann.info. Man achte auch auf die Whois Angaben.
So ganz verstehe ich das deutsche Recht nicht mehr. Gerade in Bezug auf Online Recht sind wir extrem eingeschränkt. Wenn ich nur an den Missbrauch bei Abmahnungen denke, oder einige Entscheidungen betreffend Markenrecht, oder jetzt so ein Fall wie er hier vorliegt. Warum soll überhaupt jemand das Recht haben, ein Werk wie Wikipedia auszuschalten? Könnte Lutz Heilmann jetzt gehen und Google.de abschalten lassen? Immerhin kann man solche Informationen auch über Google finden.
November 3rd, 2008 at 11:45 pm
Es ist höchste Zeit, dass der seriöse Domainhandel sich zusammenfindet und eine seriöse Alternative zu unserem derzeitigen Branchenprimus mit aufbaut. SEDO ist inzwischen ein Tummelplatz für unseriöse, gar betrügerische Gestalten geworden. Alleine zwei Erfahrungen, die ich selbst in diesem Jahr erleben musste, sprechen sicherlich für viele andere ähnlich gelagerte Fälle:
Domainverkauf
Im Mai 2008 bekam ich ein Gebot für eine meiner hochpreisigen Domains (Preis hoch fünfstellig). Noch vor der Zustimmung zum Verkauf habe ich mit SEDO Rücksprache gehalten. Ich wollte ganz sicher gehen, dass es sich nicht um einen Spaßbieter handelt. Nach kurzer Recherche teilte mir der SEDO Mitarbeiter mit, dass dieser Käufer bereits mehrere Domains gekauft hat, sogar in dieser Preislage und auch darüber. Nun konnte ich guten Gewissens davon ausgehen, dass alles korrekt ist und dass die Abwicklung nun ganz normal über die Bühne gehen würde. Danach habe ich ein Paar Wochen nichts mehr gehört. Auf meine Rückfrage kam dann die Antwort, der Käufer warte auf eine Finanzierungzusage von DomainCapital.com. Da SEDO diesen Vorgang bei Domain Capital unterstütze, soll ich davon ausgehen, dass es klappen wird, ich soll lediglich etwas Geduld haben.
Noch ein Paar Wochen später, am 4 Juli, bekomme ich ganz lapidar eine Meldung von SEDO, der Käufer habe bisher nicht bezahlt, also müssen sie den Transfer abbrechen. Nochmal Rückfrage bei SEDO, was das soll, da meinte mein Ansprechpartner, die Bemühungen laufen weiter und sobald der Kunde zahlt, kann die Abwicklung wieder aufgenommen werden. Was soll ich sagen, bisher habe ich weder eine Meldung bekommen, geschweige denn das Geld für einen juristisch zu Stande gekommenen Domain Kaufvertrag. Nun überlegen wir rechtliche Schritte dazu und werden voraussichtlich in den nächsten Tagen auch an die Öffentlichkeit gehen und zwar mit allen Details.
Domainkauf
Hier spielt sich das Ganze noch dreister ab. Domainkauf zum Sofortkauf Preis am 28. Oktober 2008 abgeschlossen und auch die Zahlung wenige Minuten später über PayPal erledigt. Nun warte ich normalerweise lediglich auf den für den Domain Transfer erforderlichen Authorisations Code (es ist eine .com Domain). Denkste, am nächten Tag steht die Domain wieder zum Verkauf, mit "Preisvorstellung des Anbieters" um ein vielfaches höher, als das, wofür ich die Domain bereits rechtsgültig gekauft habe. Am 30. Oktober kommt dann eine E-Mail von SEDO, in der mir mitgeteilt wird, dass es sich hier um eine "Fehlkonfiguration" handelt. Bullshit, hier hat es sich der Käufer offensichtlich anders überlegt und SEDO hat nichts besseres zu tun, als dies einfach ohne Konsequenzen hinzunehmen. Auf meinen Protest hin wurde nun zumindest das erneute Verkaufsangebot für diese Domain entfernt, aber ansonsten sehe ich weder Bemühungen noch Konsequenzen seitens SEDO, um diese Situation zu regeln. Übrigens, laut meinen Recherchen besitzt der Verkäufer mehr als 30.000 Domains und hat die meisten davon bei SEDO geparkt und auch zum Verkauf. Auch diesen Vorgang werden wir demnächst veröffentlichen.
Auch wenn mir hier die Vermittlerrolle von SEDO völlig klar ist, ist es für mich nicht akzeptabel, dass Leute, die erwiesenermaßen Verträge nicht einhalten, keinerlei Konzequenzen bei SEDO zu befürchten haben. Es ist SEDO wohl lieber, dass Betrüger (die wohl anderweitig doch Geld einspielen) weiter ihr Unwesen treiben. Die Tatsache, dass sie damit das Domain Business durch den Dreck ziehen, nehmen sie billigend in Kauf.
English Version: Domain contracts at SEDO worth nothing
November 3rd, 2008 at 11:27 pm
It’s about time, that the real serious Domain Business gets together and pushes a good alternative to our current market leader. SEDO has turned into a bazaar for unserious buyers and sellers that are harming our Domain Business. Alone these two experiences I have had this year probably talk for many other similar domain deals.
A Domain Sale
In May this year, I received an offer for one of my better domains (high 5 figure). Before agreeing to the sale I contacted SEDO to make sure it was not one of these fun bidders you get every now and again. They assured me that the buyer was serious and had already bought domains in my price range and higher. So now I could feel safe, knowing that the deal is correct and the transaction can be settled within a few days. Well, after that I heard nothing for the next two weeks. After asking SEDO what’s going on, they answer that the buyer is waitig for the funds to be aprooved at DomainCapital.com. SEDO is also supporting the the application at Domain Capital, so I should not worry, I should just have a little patience.
Another two weeks later, on July 4th, I get a simple notice from SEDO, the customer has not paid yet, so the transfer has been canceled. After asking again what is going on, my SEDO contact informs me, that the fund application is still being reviewed and the transfer can be reinitiated as soon as the customer pays. What should I say? Until today I have received no further notice, let alone payment for this clear legally valid Domain sales contract. Now we are considering legal action in this issue and will be going public with all details in the next few days.
A Domain Purchase
Here the whole thing gets even worse. domain purchase at "buy it now" price on October 28th, payment sent via Paypal minutes after the purchase. So now I’m normally just waiting for the Authorisation Code to be able to initiate the transferof the domain (a .com domain). Instead, I see the domain for sale again the next day, with a "Seller’s price expectation" a multiple of what I had already bought it for. One day later, October 30th, I get an email from SEDO saying this a mistake due to a "misconfiguration" of the sale offer. Bullshit, here the seller just changed his mind and SEDO has nothing better to do, than to just accept this fact without considering any consequences. After my protest at least they removed the new sale offer, but other than that I see no kind effort or consequent action to get this matter settled. By the way, according to my research the seller owns about 35.000 domains and has them parked and for sale at SEDO. All details to this issue will also go public in the next few days.
Even though I pretty well understand SEDO’s domain broker role, it is in my eyes unacceptable that people that just don’t want to stand to their own legal contracts, do not even need to fear beeing excluded from the SEDO domain platform. SEDO seems to prefer to keep this kind of crooks (that probably earn SEDO money otherwise) on their platform and allow them to carry on scaming other people. The fact, that they are just ruining the Domain Business with this attitude seems to be part of the business.
German version: Domainverträge sind bei SEDO nichts Wert
October 30th, 2008 at 6:52 pm
Oft genug wird unter Domainern von Projektieren gesprochen, oft genug heißt es bei Domain Bewertungen "Ohne Projekt ist die Domain nichts Wert", oft genug werden tatsächlich auch Domains Projektiert, die überhaupt kein Potential haben. Vielleicht können wir hier ein Bisschen Aufklärung bieten, für welche Domains sich überhaupt eine Projektierung lohnt.
Grundsätzlich kann man natürlich jede Domain projektieren. Mit entsprechendem Aufwand und Werbeetat kann man sogar nicht generische Domains erfolgreich projektieren, nur darum geht es hier nicht. Als Domainer wollen wir hauptsächlich die stärke unserer Keyword Domains für uns arbeiten lassen. Wir haben alle bemerkt, dass sogar relativ starke Domains im Domain Parking kaum mehr etwas bringen, also kommen wir als moderne Domainer um eine Projektierung nicht herum. Übrigens, entgegen anderslautetender Meinungen würde ich eher die Domains projektieren, die im Parking trotz starkem Keyword keinen Traffic haben und nicht die, die bereits Parkingeinnahmen erzeugen. Eine Domain, die sich heutzutage beim Parking trägt kostet mich nichts, also will ich welche projektieren, die sich anders niemals selbst tragen würden.
Nun sollten wir aber unser Domain Portfolio etwas genauer untersuchen. Als erstes konvertieren wir unsere Domain Liste in eine reine Keywordliste, sprich ohne Punkt und Endung.
Tipp
Dies lässt sich wunderbar in Excell machen. Dafür füllen wir die Spalte "A" mit unserer Domainliste. in der ersten Zelle der Spallte "B" tragen wir folgende Formel ein:
=TEIL($A1;1;FINDEN(".";$A1)-1)
So erscheint nun in der Zelle B1 das Keyword der Domain aus der Zelle A1. Wenn wir nun diese Zelle markieren, können wir den Inhalt der Formel bis zum Ende der Liste ziehen und somit eine Komplette Keywordliste erstellen.
Nun, wenn wir lauter saubere Einwort Keyword Domains haben, wäre die Liste fertig. Leider dürfte dies aber bei den wenigsten Domainern der Fall sein, somit muss diese Domainliste voraussichtlich auch weiter verarbeitet werden. Alle Einwort Domains und Kombis, die normalerweise zusammengeschrieben werden können so bleiben, wie sie sind. Alle anderen müssen manuell bearbeitet werden, beispielsweise Leerzeichen anstatt Bindestrich oder Lehrzeichen um Wörter zu trennen, eventuell auch künstliche Sufixe wie 24 oder ähnliches entfernen und so weiter. Für den späteren Einsatz dieser Liste werden wir auch eine Version im Format [Keyword] (mit eckigen Klammern) brauchen. Auch dies können wir in der Excel Tabelle erledigen:
Tipp
In der ersten Zelle der Spalte "C" folgende Formel eingeben:
="["&$B1&"]"
Diese Formel wird dann ebenfalls bis unten gezogen, damit alle Domains verarbeitet werden.
Jetzt gehen wir zum Google Traffic Estimator und fügen unsere Liste (die Spalte "C" in Eckigen Klammern) im Feld Keywords ein. Als Währung wählen wir Euro aus, Tagesbudget lassen wir leer, bei Sprache lassen wir Deutsch stehen (sofern unsere Domains auf den Deutschsprachigen Markt gerichtet sind) und Bei Länder wählen wir Deutschland aus (ebenfalls sofern unsere Domains auf den Deutschen Markt ausgerichtet sind). Dann auf Absenden klicken.
Wir bekommen jetzt eine Liste, bei der wir für jedes Keyword weitere Angaben ablesen können. Als erstes wäre es sinnvoll ganz Rechts auf den Titel Schätzwerte für die Kosten pro Tag zu klicken, so werden die Domains vorerst so sortiert, dass die mit dem höchsten Wert für eine Adsense Kampagne ganz oben stehen und genau diese Domains, die da hohe Werte aufweisen, wollen wir näher untersuchen. Domains, die Dort mit 1 € oder "Daten nicht ausreichend" stehen, sind Domains, die für eine Projektierung eher ungeeignet sind. Diese Domains sollten wir vielleicht im Anschuß trotzdem durchgehen und genau überlegen, warum sie überhaupt registriert wurden. Vom generischen Keyword her sind sie jedenfalls für diesen Zweck wertlos.
Alle Domains, die in der Spalte ganz rechts 3 € und mehr Anzeigen (idealerweise ab 5 €), sind Domains, die wir für eine Projektierung in Betracht ziehen können. Nun müssen wir weiter Recherchieren, welche Domains den gewünschten Erfolg bringen können.
Ab hier werden sicher auch die Ansprüche stark variieren, der eine will sehr viel Arbeit reinstecken und entsprechend viel damit verdienen, der andere wird eher versuchen mit einfachsten Mitteln einen kleinen Monatlichen Betrag mit der Domain zu erwirtschaften. Beide Extreme haben aber eines gemeinsam, sie setzen auf Besucher uber Suchmaschinen und genau dafür müssen wir jetzt die Konkurrenz analysieren und abschätzen, was realistische Ziele sind.
Dafür sammeln wir Infos wie z.B. das Suchvolumen für jeden der infrage kommenden Begriffe. Google bietet dafür den Keyword Tool External. Einfach die Liste mit den infrage kommenden Keywords eingeben und absenden. Wichtig dabei ist noch das Ausschalten der Option Synonyme verwenden und bei erscheinen der Liste den Übereinstimmungstyp auf exakt zu stellen. Hier bekommt man nun die Angabe des monatlichen Suchvolumens und auch eine Idee der Mitbewerberdichte. Als weiterer sinvoller Check dient die Google Suche selbst. Begriff eingeben und einfach die ersten 20 Ergebnisse etwas genauer unter die Lupe nehmen.
Aus der ganzen gesammelten Information muss man nun die eigenen Schlüsse ziehen. Dabei gilt als Faustregel: Hohes Tagesbudget, Hohe Mitbewerberdichte, Großes Suchvolumen und Viele starke namenhafte Firmenseiten in den Top 20 bedeutet einen sehr hohen Aufwand, aber auch viel Potential. Niedriges Tagesbudget, niedrige Mitbewerberdichte, geringes Suchvolumen und kaum starke Seiten in den Top 20 bedeutet hingegen relativ leichtes Spiel. Da muss man nun abschätzen, was mit wieviel Aufwand möglich ist. Was nützt uns die tollste Keyword Domain, wenn wir keine Chance haben in die Top 20 zu kommen und was nützt uns eine schwache Keyword Domain, wenn wir auf Platz Eins landen und trotzdem keine Besucher bekommen. Irgendwo dazwischen liegt die ideale Strategie.
Für Leute, die sich neu ans Projektieren wagen, ist es eher empfehlenswert einige kleinere Projekte anzulegen. Davon kann man Anfangs gut lernen und Erfahrung sammeln und außerdem auch Linkgeber für weitere Projekte "züchten", denn ohne Links kommt keine Domain so richtig nach oben.
October 25th, 2008 at 7:14 pm
An vielen Stellen bricht der Kapitalmarkt zusammen, zu hoch wurde in den letzten Jahren, vor allem in den USA mit überbewerteten Immobilien gepokert. Jetzt wird alles wieder zurecht gerückt und die Löcher sind unendlich tief, dabei wurden viele noch nicht einmal entdeckt. Einige Marktkenner meinen, da werde noch einiges folgen und die Konsequenzen werden eine ungeahnte Reichweite haben.
So eine Krise kann nur dann entstehen, wenn die gehandelte Wertsache eigentlich nichts Wert ist. Nehmen wir den Aktienmarkt: Eine Aktie mit einem "echten" Wert von 5 € wird für Hunderte von Euros gehandelt und zwar nur deshalb, weil die Meinung einiger "Experten" befolgt wird. Finden sich nun viele Leute, die Kaufen wollen, wird diese heiße Luft einfach Teurer verkauft. Wollen die Leute eher verkaufen, sind die Aktien einfach nichts mehr wert, weil sie keiner kaufen will. Letzten Endes ist es mit Immobilien auch nicht viel anderes. Recht gefährlich wenn man bedenkt, dass einfache Stimmungen und Gerüchte etliche Millarden Gewinne oder auch Verluste verursachen können. Da ist man eventuell am Roulett Tisch besser aufgehoben, da kennt man zumindest die Mathematischen Chancen für jeden Einsatz.
Nun wollen wir hier nicht das Thema Finanzkrise unbedingt polemisieren, das tun schon ganz andere, aber wir können uns überlegen, was das ganze für Auswirkungen auf den Domainhandel und das Domain Business überhaupt haben könnte.
Sind Domains die bessere Wertanlage
Ganz sicher sogar! In der Realwirtschaft gibt es einfach nicht so viel Heiße Luft sondern eher klare Werte. Kann man sich eine Domain besonders gut merken, hat sie einen Wert. Hat der exakte Begriff einer Domain Suchvolumen, hat sie einen Wert. Ist eine Domain ein sogenannter Category Killer also die best mögliche Domain für die beworbene Produktgruppe, hat sie sogar einen recht hohen Wert. Dieser Wert ist dann aber auch nachvollziehbar, da der Besitzer der Domain damit ganz klar aufgrund der richtigen Domain auch Geld verdient. Handelt es sich um eine wirtschaftlich starke Produktgruppe, ist die Domain entsprechend mehr wert, weil der Betreiber auch entsprechend mehr Geld damit verdienen kann. Hinzu kommen Faktoren wie Prestige und Liebhaberei, die wir aber hier außen vor lassen.
Nur leider gehört die Domain für viele Leute auch in die Kategorie heiße Luft, aber nur deshalb, weil sie sich überhaupt nicht so richtig in der Materie auskennen. Sie können sich überhaupt nicht vorstellen warum eine Domain Poker.de mehr wert als eine meine-schöne-pokerseite.de sein sollte.
Es gibt bereits einige Domain Investment Firmen, die sich auf hochwertige generische Domains spezialisiert haben. Eine krisensichere Investition, wie ich meine.
Zum Abschluß ein Zitat von Bill Gates:
Domains have and will continue to go up in value faster than any other commodity ever known to man
Zu Deutsch:
Domains haben einen höheren Wert und werden mehr im Wert steigen, als jeder
andere Wertgegenstand, den der Mensch je kannte.
October 18th, 2008 at 3:09 pm
Wie ich soeben im Domainforum bekannt gegeben habe, ist der Startschuss für den Domainhandel im Domainforum gefallen. Domainhandel war im Domainforum bisher lediglich in bestimmten geschlossenen Bereichen erlaubt, eine Einschränkung die damals von Gründer Daniel Kollinger eigentlich zum Schutz des Domain Business eingeführt wurde. Inzwischen ist es aber eher so, dass sehr viele Domains auch bei offenen Domainbörsen unter Domainern den Besitzer wechseln. Vor allem weil viele Domainer inzwischen selbst Keyword Domains projektieren, können heute auch unter Domainern recht ansehenliche Preise erzielt werden, was natürlich nur für Domains einer gewissen Qualität gilt.
So ist jetzt im Domainforum eine Plattform entstanden, die auch in Zukunft stark ausgebaut werden soll. In verschiedenen Kategorien können Domainforum Business Mitglieder ihre Domains wirksam zur schau stellen und verkaufen. Erstmalig werden solche Domain Angebote auch von der Öffentlichkeit eingesehen werden können und sind auch für die Aufnahme in den Suchmaschinen freigegeben, was auch weitere potentielle Endkunden für viele Domains anziehen könnte und sollte.
Im Unterschied zu anderen Domainforen und den meisten Domainbörsen, ist der Beitritt, um Domains in diesem Bereich posten zu können, kostenpflichtig. Auch wenn die Gebühr recht niedrig festgelegt wurde, gehen wir von einer halbwegs brauchbaren Filterwirkung aus. Jedenfalls ist zu erwarten, dass nur seriöse Domainhändler mit "verkaufbaren" Domains bereit sein werden, für diesen Dienst zu bezahlen.
Weitere Informationen unter: Domainhandel im Domainforum
October 14th, 2008 at 8:40 pm
auch auf die Gefahr hin, dass Domain Smalltalk etwas Rick Schwartz lastig wird, muss ich wieder auf einige Punkte in Bezug auf das neuerliche Interview eingehen, wie auch auf den neuesten Beitrag in seinem Blog.
Was meint Rick mit Natural Branding?
Eigentlich wissen wir es alle schon längst, nur haben wir uns noch nie so gut ausgedrückt wie Rick es tut, noch handeln wir konsequent danach, noch haben wir die schönen Domain Verkäufe, die wir als Beispiel und Beweis dafür nehmen könnten.
Das Ganze lässt sich sehr leicht aus dem Beispiel iReport.com darstellen. Zweifelsohne eine schöne Domain, aber welcher Domainhändler hätte sie auf mehr als niedrig fünfstellig eingeschätzt? Wahrscheinlich kein Mensch. Aber was ist, wenn ein Käufer genau der Richtige für diese Domain ist? Was ist wenn diese und nur diese Domain exakt passend ist und die Basis für etwas wirklich großes? So geschehen mit iReport.com. Da kommt ein Gigant wie CNN an und will ein User erstelltes Nachrichtenportal ins leben rufen, also I Report. Gibt es eine bessere Domain dafür? Nein. Weiß das der Käufer? Ja. Das ganze, in "natürliche Weise gebrandet" (eben Natural Branding), wird für CNN, bzw. ist bereits, eine einzigartige Plattform unter genau der richtigen Domain.
Was lernen wir daraus?
Eine Klugscheißer Weisheit sagt: "Eine Domain ist soviel Wert, wie ein Kunde bereit ist dafür auszugeben". Es gibt nichts zutreffenderes. Ein generischer Begriff absolut passend vom richtigen Käufer gebrandet hat einen Wert, der kaum in einer logischen Bewertung der Domain anhand üblicher Bewertungsfaktoren wiedergegeben werden kann. Natural Branding ist ein neuer Begriff im Domain Business, der sicherlich an Bedeutung gewinnen wird.
Die Moral der Geschichte
Die meisten Domainer wollen nur eines: Schnell ein 60 € Gebot anonym bei Sedo bekommen und gleich in die Auktion. Eine Grundregel des Vertiebs ist es aber, sich in die Lage des Interessenten zu versetzen. Im Domainhandel vergessen wir sowas sehr schnell, aber wenn wir mehr über den potentiellen Käufer einer Domain wissen, können wir die Domain aus seinen Augen betrachten. Dann haben wir auch gleich die Argumente, einen angemessenen Preis auszuhandeln. Letzten Endes ist der beste Deal der, bei dem beide Parteien glücklich sind.
October 8th, 2008 at 1:01 am
Rick Schwartz, Besitzer eines der wertvollsten Domainportfolios überhaupt, ist bereits eine lebende Legende im Domain Business. Rick war einer der ersten Pioniere, der den Wert generischer Domains vorhergesehen hat, und zwar zu einer Zeit, als die Meisten noch nicht einmal wussten, was es mit dem Internet auf sich hatte. Auch bekannt als Domain King bzw. Webfather, machten ihn seine Aktivitäten für den und im Domainmarkt zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten, wenn es um das Domain Business geht. Rick füht seinen eigenen Blog unter RicksBlog.com.
Ich habe Rick gelegentlich in meinen Blogbeiträgen erwähnt, zuletzt zwei mal innerhalb kürzester Zeit, aufgrund der Verkäufe von Property.com und Widgets.com. Einige deutsche Leser von Domain Smalltalk wissen nicht besonders viel über Rick Schwartz. Deshalb bat ich ihn um ein Interview und bin sehr dankbar, dass er bereitwillig angenommen hat.
Hallo Rick, nochmals vielen Dank, dass du bereit bist, ein paar Fragen für unsere deutschen Leser zu beantworten. Los geht’s:
Wie hast du Deinen Anfang im Domainbusiness gefunden?
Ich kaufte Lipservice.com um meine Telefonnummern wie 1-800-MAKEOUT oder 1-800-SIRL-LOVE zu bewerben. Das war nur ein Experiment um zu sehen ob ich eine Telefonnummer, die keine Anrufe bekommt, zu einer machen kann, die angerufen wird und Gewinn bringt. Im ersten Monat gab ich 39 Dollar aus und nahm ca. 60 ein. Das war für mich ein Zeichen, dass es ein lohnendes Geschäft werden könnte. Wenn ich 20 Dollar pro Monat mit einer Seite machen konnte, könnte ich dann mit mehr Seiten auch mehr verdienen? Wenn 1995 nur 5% online wären und 10 Jahre später 100%, wäre das eine große Steigerung. Also lernte ich nach und nach immer mehr über das Internet. Ich beschäftigte mich jede freie Minute damit und im Sommer ‘97 beherrschte ich die Dinge langsam ziemlich gut. Es dauerte fast 2 Jahre bis ich es wirklich verstanden hatte.
Als du anfingst, hatte das Internet nicht die Reichweite, die es heute hat. Wieso kamst du auf die Idee, dass sich das ändern würde?
Für mich war offensichtlich, dass die Internetpräsenz und allem voran die Firmendomain das wertvollste Gut überhaupt sein würde. Sehr früh habe ich vorhergesehen, dass die Internetadresse die Telefonnummer als "Lifeline" ablösen würde. Wenn du einem potentiellen Kunden nur eine winzige Information geben könntest, wäre es die Internetadresse, also der Domain Name. Das war alles zu einer Zeit, in der die Internetadresse noch nicht einmal in der Werbung der Firmen war, geschweige denn in der Geschäftsausstattung. Ich hatte jedoch überhaupt keine Zweifel, wie es sich entwickeln würde und man hat mich für meine Vision ausgelacht.
Die Traffic ist dafür bekannt, Jahr für Jahr neue Rekorde zu setzen, bei der letzten Veranstaltung in New York wurden in fünf live Auktionen viele Domains verkauft. Wie würdest du die erzielten Preise bewerten?
Ich denke sie zeigte, dass die Branche, trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, gesund ist. Die Domain Branche ist im Aufschwung. Richtig gute Domains werden weiterhin verkauft. Die Profis werden beim Kaufen wählerischer, aber sie kaufen weiter. Ich glaube, viele waren erleichtert, dass wir Domains für fast 5 Millionen verkauft haben.
Du bist bekannt dafür, Domains erfolgreich zu monetarisieren, und nicht wirklich dafür, sie zu verkaufen. Wie kommt es, dass du nun in Verkaufsstimmung bist? Siehe die Vekäufe von property.com und widgets.com innerhalb kurzer Zeit.
Ich verkaufe, wenn ich die Dollar für eine Domain bekomme, wie ich sie selbst bewerte. Es hat also nichts mit der Wirtschaft zu tun oder mit irgendendwas anderem, sondern ausschließlich damit, dass der Wert der Domains anerkannt wird. Ich hatte einen 20-jährigen Plan, der seit 13 Jahren läuft. Man kann erwarten, dass ich noch mehr Deals abschließen werde. Mehr Joint Ventures. Mehr neue Geschäftsideen. Mehr neue Gelegenheiten. Mehr Experimente.
Wer is dein bester Freund und wer dein ärgster Rivale?
Ich selbst. Ich selbst in beiderlei Hinsicht. Aber besonders der Rivale. Ich stehe in ständigem Wettbewerb mit mir selbst. Mit meiner letzten Errungenschaft. Mit meinem nächsten Hurra. Ich treibe mich selbst dazu, immer wieder neue Wege zu gehen und auch diese auch für andere zu öffnen.
Die Finanzwelt merkt gerade, dass die Weltwirtschaft auf einem Heißluftballon gebaut ist, und die Luft gefriert gerade. Was für Auswirkungen wird dies auf den Domain markt haben?
Es dürfte zeigen, dass Domains die sicherste Investition des neuen Jahrhunderts sind. Ich sehe keine negativen Langzeitfolgen. Auch nicht kurzfristig, ich sehe höchstens eine Überschwemmung mit Schrott Domains, die noch nicht einmal die Registrierungsgebühren einbringen werden. Die meisten sind absolut wertlos. Aber wie überall, wird es auch hier immer Gewinner und Verlierer geben. Egal was aus wirtschaftlicher Sicht passiert, Premium Domains werden weiter an Wert gewinnen. Wir sind noch nicht am Ziel. Als ich cnn.com iReport.com für $750k verkaufte, sagte ich ihnen, das sie damit ein richtiges Schnäppchen machen, diese Domain wäre für sie auch $7.5Mio wert. Aber dieser Verkauf war für mich ein Baustein für zukünftige Verkäufe, nicht nur für mich, sondern auch für alle anderen in diesem Geschäft.
Wo siehst Du den deutschen Domainmarkt heute, und wo siehst Du ihn morgen?
Ich wünschte, ich wäre in der Lage, dies zu beantworten. Meine Kenntnis über den deutschen Domainmarkt ist sehr begrenzt. Ich weiß aber, dass Deutschland die stärkste writschaft Europas darstellt und das Sie auf Länderebene im Domainhandel führend ist. Ich sehe, dass jeder, der die richtigen Domains im richtigen Land- oder Sprachraum hat, Erflog haben wird. Deutsche identifizieren sich ganz klar mit .de Domains. Ich habe sehr viel Symphatie für Domains und Firmen mit Länder Endungen, da ich oftmals die .com Version solcher Domains besitze und die meisten Betreiber von ccTLDs eventuell irgendwann auch die .com schwester haben wollen.
Irgendwelche anderen Endungen zu beachten?
Ich bin ein .com Typ. Ich versuche mich in .mobi Domains und ich habe eine Partnerschaft mit einigen hochwertige Keyword .me Domains. Ich bin also nicht unbedingt geeignet dafür, hierauf zu antworten. Ich bin sehr parteiisch. Was ich aber sagen kann, egal welche Endung, verschwendet kein Geld in Schrott Domains. Kaufe nur Premium Keyword Domains, so ist das Risiko am geringsten.
Was würdest Du denen raten, die heute ins Domaingeschäft einsteigen?
Kaufe keine Schrott Domains. Lerne, was eine Domain wertvoll oder wertlos macht. Ich denke, das ist der größte Fehler; viele verstehen einfach nicht, was eine Domain hochweritg macht. Es wird nicht viel Geld benötigt, wenn man weiß, wonach man suchen soll. Ich könnte den ganzen Tag Edelsteine zwischen 500$ und 5000$ kaufen. Noch wichtiger, keine Namens-/ Markenrechtsverletzende Domains. Neue Domainer, die so etwas tun, schaden jedem im Domain Business.
Danke für das Interview Rick, ich freue mich schon darauf, mehr Infos zu Deinen letzten Domain Verkäufen zu posten.
Englische Originalversion: Interview with Rick Schwartz
October 6th, 2008 at 11:58 pm
Rick Schwartz, owner of one of the most valuable domain portfolios around is already a living legend in the domain business. Rick was one of the first pioneers to foresee the value of generic domains at a time where most people didn’t even know what Internet was all about. Also known as Domain King or Webfather, Ricks activities for and within the domain market turn him into one of the most important figures when it comes to doing business with domains. Rick also blogs regularly on his RicksBlog.com.
I have occasionally mentioned Rick in my blog posts, in fact twice now in a very short period of time, due to the sales of Property.com and Widgets.com. Some German readers of Domain Smalltalk don’t really know much about Rick Schwartz, so I asked for an interview and am very grateful that he accepted willingly.
Hello Rick, thank you ever so much for accepting this interview. Would you please answer a few questions for our German readers. Here we go:
How did you find your way into Domain Business?
I bought Lipservice.com to advertise my phone numbers like 1-800-MAKEOUT. 1-800-SIRL-LOVE. It was just an experiment to see if I could put a phone number that got no calls to a phone number that got calls and made some revenue. The first month I spent $39 and took in about $60. That was a sign to me that there was gold in them thar hills. If I could make $20/month from one site could I make more from multiple sites? If only 5% were online in 1995 and 100% would be online in 10 years that would be a big increase. So little by little I got a better understanding of the net. I studied it every waking hour and by the summer of 1997 I had a pretty good handle on things. So it took me nearly 2 years to really "Get it."
At the time you started, the internet did not have the coverage it has today. What made you think this would change?
To me it was obvious that the web presence and thus a businesses domain name would be the single most valuable asset they owned. I predicted early on that the web address would replace the telephone number as the "Lifeline" of a business. If you could give only one piece of information to a potential customer it would be their website address. their domain name. That was a time that their sites were not even on their ads or on their literature. But i had no doubt whatsoever how it would unfold. But folks just laughed when i told them.
Traffic is known to break records year for year, the last event in New York sold a lot of domains in five live auctions. How would you evaluate the prices achieved?
I think it showed that the industry is very healthy despite the overall economy. The domain industry is still thriving. Great domains continue to sell. Pros just get pickier in what they buy but they don’t stop buying. I think many were relieved that we did nearly $5M in sales.
You are known for having success monetizing your domains, not really for selling them. How come you are now in a selling mood? Just look at property.com and widgets.com within a very short period of time.
I sell when I think I am getting the dollars that I value the domain at. So it has nothing to do with the economy or anything other than domains are finally being recognized for what value they have. I had a 20 year plan and we are 13 years into it. Folks should expect I will make more deals. More joint ventures. More new businesses. More new opportunity. More experimenting.
Who is your best friend and who your toughest rival?
Me. Me on both counts. But especially the "Rival." I am always competing with myself. With my last accomplishment. With my next hurrah. I am driven by myself to always clear new paths and to trail blaze what I believe to be the path I see.
The financial world is right now realizing, that the world economy is built on a ballon, and the hot air in it is just about to freeze. How will this affect the domain market?
It may show that domain names are the safest investment of this new century. I don’t see any long term bad affect. Even short term, I just see a lot of crappy domains coming to the market that can’t make registrations fees. Most of them are worthless. But someone is always feeding on the bottom and someone always will be the "Catfish." Whatever happens economically speaking, great domains will continue to go up in value. We have barely scartched the surface. I told cnn.com when I sold them iReport.com for $750k that they got a bargain. That the domain was actually worth $7.5M to THEM. But I used that sale as a building block for future sales for me and everyone in the industry.
Where do you see the German domain market today and where do you see it tomorrow?
I wish I was in a position to answer that. My knowledge of the German market is limited. I do know that Germany has the biggest economy in Europe and that they have been a leader in the domain space. I see anyone in any space that has quality domain names to do well. .de definitely has a strong country code identity. I root for country code domain names and businesses because owning the .com version of certain domains may prove fruitful someday. I think most folks that have their country code domain would also not mind having the .com sister.
Any other extensions to be aware of?
I am a .com guy. I dabble in .mobi and I have a partnership with some high profile.me domains. So I am not the best person to respond to this. I am very biased. What I will say is no matter what extension, don’t waste your money on crap. Buy only premium keyword type domains and your risk will be much less.
What advice would you give those entering domain business today?
Don’t buy crap. Learn what makes one domain great and one worthless. I think this is the biggest mistake, many just don’t understand the elements needed in a quality domain name. It does not take a lot of money when you know what to look for. I can buy gems all day long for $500 to $5000. More importantly, don’t focus on Trademarked domain names. New domainers doing that are just doing harm to everyone in the industry.
Thank you for the interview Rick, I’m looking forward to post more information about your recent awesome sales.
German translation / Deutsche Übersetzung: Rick Schwartz im Interview
October 5th, 2008 at 6:38 pm
Schaut man z.B. nach USA bzw. überhaupt auf den englischsprachigen Domainmarkt, hat fast jeder Domainer seinen Blog. Dutzende oder gar hunderte solcher Domainblogs werden meist liebevoll gepflegt und jeder Domainblogger sieht den Domainmarkt aus seiner Sicht. Eigentlich eine feine Sache und wenn man so einen Lese Rundgang macht, erfährt man schon eine Menge. Wer Englisch kann, sollte die Domain Blogs von Rick Schwartz, Elliot Silver und Rick Latona in seiner Blogrunde einbeziehen.
Aber wo bleiben die Deutschen Domainblogs?
Voller Erwartung habe ich gerade den SEDO (Domain-Recht) Newsletter gelesen, vor allem den ersten Beitrag Web 2.0 - ausgewählte Domain-Blogs im Portrait und dachte vorweg, endlich! Mal sehen was es noch für deutsche Domain Blogs gibt. Was soll ich sagen? Einerseits ein Bisschen stolz, dass Domain Smalltalk wichtig genug ist, dort erwähnt zu werden, aber überwiegend Enttäuschung, dass es wohl keine weiteren deutschsprachigen Domain Blogs gibt. Wir haben auch eine Menge namenhafte Domainer und Kenner des Domain Business. Warum führt keiner von denen einen persönlichen Blog? Ich denke, die Leserschaft unter den Deutschen Domainern würde eine Vielfalt begrüßen.
Dabei gibt es schon seit langem einige Ansätze:
- domainblog.de (in SEDO Händen) gibt es bereits schon sehr lange, war aber bisher eher eingeschlafen. Nun gibt es ein paar neue Beiträge, wo aber nur deutlich wird, dass es ein Firmen Blog ist, also nur ein Push für den (durchaus interessanten) Domain Newsletter sowie andere Beiträge, die eher auf Domain-Recht.de gehören.
- domainliteracy.name (grausame TLD!) ist ein Domainblog, der dem Journalisten und Medienpublizisten Johannes Schütz gehört. Ein sehr fähiger Journalist, der auch sehr genau recherchiert, aber mit 3 Beiträgen im Jahr kann man auch keinen Blumentopf gewinnen.
- startdomaining.de ist eigentlich weniger als Domainblog gedacht, sondern eher als Leitfaden für Newbies. Die ersten Paar Beiträge sollen den einen oder anderen Grundsatz für den Einstieg in das Domain Business liefern. Ursprünglich hatte ich mir vorgestellt, dass auch andere erfahrene Domainer dort hilfreiche Tipps liefern würden, sei es als Autor oder durch einreichen von Gastbeiträgen.
- medienbusiness.com ist ein Blog von Björn Petermann, in der Domainerszene als Firstlevel bekannt. Hier geht es aber mehr um das globale Online Business und weniger um Domains, insofern auch kein richtiger Domainblog.
Kennt jemand mehr Deutsche Domainblogs?
Dann bitte her damit!!!
September 28th, 2008 at 2:33 am
Eigentlich wissen wir noch fast gar nichts außer, was Rick Schwartz in seinen Blog Ricks Blog selbst schreibt. Fakt ist, dass die Domain Widgets.com verkauft wurde und, dass Kevin Leto, wie beim Deal mit der Domain Property.com, wieder der Vermittler war.
Rick Schwartz besitzt eines der wertvollsten Domain Portfolios überhaupt, hat aber im Laufe der Jahre kaum Domains verkauft. Seine Domain Verkäufe lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen. Als Quasi Erfinder oder Entdecker des Type in Traffics, hat er seine Domains Jahre lang clever für sich arbeiten lassen. Nun scheint aber die Zeit für den Verkauf einige seiner wertvollsten Domains gekommen zu sein.
Ich hoffe, wir bekommen demnächst weitere Details zu diesem Domain Verkauf. Mir fallen auf Anhieb zwei sehr große Namen ein, die an dieser Domain interessiert sein sollten.